Tattoos weltweit

Tattoos weltweit

So unterschiedliche Bedeutungen haben Tätowierungen rund um den Globus!

Da Tattoos bei uns in der Bevölkerung langsam aber sicher an Anerkennung und Beliebtheit gewinnen, ist es interessant zu beobachten wie weit verbreitet die Erscheinung von Tattoos in anderen Ländern rund um die Welt ist. Es ist ebenso wissenswert wie unterschiedlich andere Kulturen zu Tattoos stehen und wie sich diese Sichtweisen mit der Zeit geändert haben.

Für die meisten von uns sind östliche Symbole und andere Künste aus der asiatischen Kultur nichts Fremdes. Deswegen hängen diese hübschen und traditionellen Kunstwerke auch in allen Tattoo Studios aus. Umso überraschender ist es für viele, dass aufgrund des signifikanten Einflusses der Lehren Buddhas und Konfuzius sowohl die japanische als auch die chinesische Gesellschaft eine stark negative Einstellung zu Tattoos haben.

In diesen Kulturen waren Tattoos eine Brandmarkung für Kriminelle. Somit war es inakzeptabel für Bürger in den Vorgang verwickelt zu werden. In der heutigen Zeit werden Tattoos als Körperschmuck immer noch nicht anerkannt. Auch wenn die jüngere Generation normalerweise eine liberalere Sichtweise bezüglich Tattoos hat, halten diejenigen, welche ein Tattoo haben dieses verdeckt.

Tattoos waren lange Zeit Bestandteil im Leben Adliger in Großbritannien. Auch Prinz Charles trägt ein Tattoo und tritt somit in die Fußstapfen seiner Vorgänger König George V. und König Edward VII. Anders als in der Vergangenheit sind Tattoos heute nicht länger nur auf die Klasse der Adligen begrenzt. In den letzten Jahrzehnten haben tätowierte Rockstars Tattoos unter die breite Masse gebracht. Was einst ein Status Symbol für reiche, in der Öffentlichkeit stehende Persönlichkeiten war, wurde zu einem weit verbreiteten Bestandteil des alltäglichen Lebens der jüngeren Generationen.

In Mexiko wurden Tattoos ursprünglich als ein Zeichen für Mut angesehen. Die damaligen Entdecker, die 1519 Mexiko erreichten glaubten, dass diese Praktiken unter dem Einfluss des Teufels standen. In einer kürzlich erschienenen Studie antworteten über die Hälfte aller Befragten, die über 13 Jahre alt waren, dass sie das Stechen eines Tattoos in Betracht ziehen würden. Während die meisten Designs wie Blumen, religiöse Symbole oder Namen bevorzugten, sagten auch einige sie würden gern ein Tattoo ihrer Lieblingsmarke für Soda oder Bier haben. Dies ist in gewissem Grad darauf zurück zu führen, dass viele Leute in Mexiko City derzeit Tattoos als ein Fashion Accessoire betrachten, das weitreichend anerkannt und auch in Mode ist.

In Vietnam ist das Tätowieren immer noch illegal und wird außer in Gefängnissen kaum gemacht. Diejenigen die zwar darauf bestehen eine Art Körpermodifikation zu haben, jedoch nicht gegen das Gesetz verstoßen möchten, verwenden oft Zigaretten Verbrennungen. Dies wird jedoch meistens nur von Gang Mitgliedern praktiziert.

In Anbetracht des biblischen Verbots von Tattoos und den gegenwärtigen Erinnerungen an den Holocaust, ist es nicht verwunderlich, dass vor allem die ältere Generation in Israel eine negative Einstellung zu Tattoos hat. Überraschend hingegen ist, dass die jüngere Generation diese Sichtweise nicht immer teilt. Im Gegenteil, sie sehen das Stechen von Tattoos in Form von religiösen Symbolen als ein sichtbares Zeichen ihres jüdischen Erbes und ihrer jüdischen Identität an.

Unter Berücksichtigung historischer Aspekte und gegenwärtiger Einstellungen, ist es nicht schwierig zu erkennen, dass in vielen Ländern rund um die ganze Welt, die Kultur eine signifikante Rolle dabei spielt, ob Tattoos als eine akzeptable Form der Selbstdarstellung akzeptiert werden oder nicht. In den meisten Fällen ist ebenso klar, dass sich die Zeiten ändern. Und mit den wechselnden Zeiten kommen auch verschiedene Sichtweisen über das Thema Tattoo. Was bei uns sehr lange gebraucht hat um weitreichende Beliebtheit zu erlangen, ist in ähnlicher Form auch in vielen anderen Ländern so passiert.

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