Tattoos und Religion

Tattoos und Religion

Ist Glaube nicht mit einem Tattoo vereinbar? Das sagen die Religionen!

In einem Punkt sind sich die auf der Bibel basierenden Religionen einig: Sich ein Tattoo stechen zu lassen ist falsch. Jede Religion hat jedoch ihre eigenen Gründe für diesen Standpunkt. Es ist interessant die Meinungen in Bezug auf Tattoos etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Fundamentalistische Christen sind der Meinung, dass sich Leute keine Tattoos stechen lassen sollten, weil es "heidnische Bräuche" wären. Fundamentalisten behaupten, dass dies Grund genug sei um kein Tattoo zu bekommen. Sie geben jedoch auch zu, dass es keine Stelle in der Bibel gibt, welche dies belegt. Mögliche Verwirrungen bezüglich dieses Standpunktes werden damit begründet, dass die ganze Bibel nur aus dem neuen Testament besteht. Im neuen Testament ist weder eine positive noch eine negative Referenz auf Tattoos zu finden. Das Tätowieren als etwas anzusehen was Heiden getan haben oder immer noch tun, reicht aus um die Ablehnung gegen Tattoos zu verfestigen.

Da Katholiken genauso an das alte Testament glauben wie an das neue, beruht die allgemeine negative Einstellung der Katholiken bezüglich Tattoos auf bestimmten Bibel Passagen. Eine davon ist Levitikus 19:28, die sagt "Ihr sollt kein Mal um eines Toten willen an eurem Leibe reißen noch Buchstaben an euch ätzen...". Viele Katholiken interpretieren diese Aussagen jedoch anders und treffen dann Ihre Entscheidung. Auch wenn der moderne Katholik erkannt hat, dass die Bibel Tattoos für falsch hält, muss er diese Aussage nicht unbedingt sinnvoll finden oder sich daran halten.

Im jüdischen Glauben ist die negative Einstellung gegenüber Tattoos noch verstärkt. Da die Bücher des alten Testaments als Worte Gottes angesehen werden und bestimmte Gebote eingehalten werden müssen, sind Tattoos im jüdischen Glauben etwas, das nicht gemacht werden darf.

Dieses Gebot gegen jegliche Schändung des Körpers soll einer der Hauptgründe gewesen sein warum Juden in Konzentrationslagern während des Holocausts tätowiert worden sind. Es war nicht bloß eine Art der Identifizierung wie viele Leute vermuten. Es war ein Versuch fromme Juden, wenn auch unfreiwillig von ihrem Gott zu trennen.

Im Judentum wird die Entweihung des Körpers durch ein Tattoo als ein derartiger Verstoß gegen die Gebote betrachtet, dass es Leuten mit Tattoos manchmal verweigert wurde auf jüdischen Friedhöfen begraben zu werden. Während dies in der Vergangenheit die Standardvorgehensweise war, werden diese Dinge heute weniger stark beachtet als früher. Trotzdem ist es für die meisten Orthodoxen immer noch eine ernsthafte Angelegenheit.

Wie bereits gesagt stimmen alle drei Religionen darin überein, dass es falsch ist sich ein Tattoo stechen zu lassen. Egal welchen Glauben Sie ausüben, Sie sollten immer beachten was Ihre Religion über Tattoos lehrt und was deren Gründe dafür sind. Dies sind wichtige Faktoren in Anbetracht der Tatsache wie fromm Sie Ihren Glauben ausleben möchten. Nur so können Sie die richtige Entscheidung darüber treffen, ob Sie sich ein Tattoo stechen lassen oder nicht.

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