Tattoo Technik

Tattoo Technik

Entdecke die technische Seite von Tattoos und wie diese entstehen!

Tattoos entstehen indem Tinte in die Haut injiziert wird. Dies wird von einem Tätowierer mit Hilfe einer elektrischen Tattoomaschine gemacht, die sich wie der Bohrer eines Zahnarztes anhört. Die Tattoomaschine hat eine Nadel, die sich auf und ab bewegt und mehrere tausend mal pro Minute in die Haut sticht. Mit jedem Stich wird ein Tropfen Tinte in der Haut zurückgelassen.

Aufgrund dessen wird meistens bei Tattoos an einen langen und schmerzvollen Prozess gedacht. Dieser Gedanke ist oft sehr abschreckend und viele Leute wollen deswegen kein Tattoo bekommen. Um den Tätowiervorgang besser verstehen zu können, muss zuerst ein kurzer Blick auf einen kleinen Teil der menschlichen Anatomie geworfen werden. Die Haut besteht aus zwei Schichten: der Epidermis und der Dermis. Die Epidermis ist die äußere Schicht der Haut; der Teil den wir sehen und berühren. Die Dermis ist eine tiefer liegende Schicht.

Beim Tätowieren wird die Tinte tief in die Dermis injiziert. Da die Epidermis jeden Tag eine große Menge an Zellen verliert, ist die Dermis ein besserer Ort für die Tinte. Andernfalls würde zum Beispiel durch die Ablösung von Haaren oder Hautschuppen das Tattoo nur temporär sein. Wenn die Tinte jedoch in die Dermis gestochen wird, hält das Tattoo ein Leben lang.

Ebenso muss der technische Aspekt berücksichtigt werden. Die Tattoomaschinen von heute haben verschiedene Grundkomponenten. Sterilisierte Nadel, Spulen, Elektromotor und Fußpedal sind einige davon. Die Nadel ist an der Maschine befestigt und wird in einen Behälter mit Tinte getaucht. Durch das Einstechen der Nadel in die Haut, wird die Tinte verteilt. Das Fußpedal ist extrem wichtig für die Tattoomaschine, weil es die vertikalen Bewegungen der Nadel steuert. Es ähnelt einem Pedal, das bei Nähmaschinen verwendet wird.

Eines der größten Bedenken bezüglich Tattoos war immer die Sicherheit. Wie immer wenn es um Stichwunden geht, besteht das Risiko einer Infektion oder Krankheit. Wegen dieser Risiken werden Tattoos immer unter den Fokus Sicherheit gestellt. Tätowierer benutzen immer eine sterile Ausrüstung und Einweg Materialien und sie achten auf die richtige Hygiene, um Sicherheit für sich selbst und ihre Kunden zu gewährleisten.

Nachdem Design, Körperstelle und Farbe gewählt wurde, wird mit der Tattoomaschine die Haut punktiert, so dass Tinte injiziert wird. Der benötigte Zeitraum um ein Tattoo vollständig zu stechen, hängt von der Aufwändigkeit und der Größe der Tattoo Vorlage ab.

Bevor Ihnen das Tattoo gestochen wird, wäscht sich der Tätowierer immer die Hände mit Seife und Wasser und überprüft sich auf Schürfwunden und Schnitte. Anschließend reinigt und desinfiziert er sein Arbeitsumfeld. Währenddessen erklärt er Ihnen normalerweise warum er das tut und wie der Sterilisationsvorgang abläuft. Sobald die Umgebung gesäubert ist, holt er die Ausrüstung aus den sterilen Boxen. Nachdem der Tätowierer alles geöffnet hat, rasiert er die Stelle an der das Tattoo gestochen werden soll und desinfiziert sie mit Wasser und Seife.

Der Schmerz beim Tätowieren hängt ganz von Ihrer Empfindlichkeit ab. Einige Leute sagen, dass es sich wie Zwicken anfühlt, während es andere als leichtes Stechen empfinden. Ihre Schmerzempfindlichkeit, die Körperstelle, die Größe des Tattoos und die Erfahrung des Tätowierers tragen erheblich dazu bei wie schmerzhaft es wird. Vor allem wenn Sie sich ein Tattoo an einer empfindlichen Stelle stechen lassen, wird es wahrscheinlich ein wenig mehr weh tun als sonst.

Schmerz ist Teil dieser Erfahrung. Dennoch ist es oft nicht so schlimm wie von vielen erwartet wird. Viele Leute die bereits ein Tattoo haben, empfinden den Vorgang eher als störend als schmerzvoll. In vielen Fällen ist der unangenehmste Teil das lange Stillsitzen in der gleichen Position.

Tattoos werden durch einen Prozess erstellt, der dem Punktieren ähnlich ist. Eine Reihe von Punkten erzeugt das Bild des Tattoos. Mehrere dichter zusammenliegende Punkte erschaffen eine dunkleres und solide erscheinendes Bild. Wenn die Punkte weiter auseinander liegen entsteht ein helleres Bild oder ein Schatteneffekt.

Der Tätowierer reinigt das Tattoo während des Stechens und nochmal sobald er fertig ist. Anschließend gibt er etwas Salbe auf das Tattoo und deckt es ab. Er wird Ihnen ebenso erklären wie Sie darauf aufpassen sollen und was Sie tun und nicht tun können. Wenn Sie irgendwelche Fragen diesbezüglich haben, sollten Sie nicht zögern diese zu stellen, da die Nachbehandlung ein wichtiger Teil des Tätowiervorgangs ist.

Ein Verband wird angelegt, da dieser zum einen das Tattoo schützt und es auch zu leichten Blutungen kommen kann. Halten Sie sich Zuhause an alle Anweisungen, damit sich keine Narben bilden und das Bild nicht verzerrt wird. Ebenso wird das Risiko einer Infektion verringert, wenn Sie auf Ihr neues Tattoo Acht geben.

Die Technik zum Stechen eines Tattoos hat sich seit den Anfängen nicht viel verändert. Es wird vermutet, dass in ferner Vergangenheit scharfe Knochenstücke benutzt wurden um Tattoos zu erzeugen. Heute transportieren von der Tattoomaschine angetriebene Nadeln die Tinte in die Dermis.

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