Tattoo Schmerzen - Abhängig von vielen Faktoren

Tattoo Schmerzen

Augen zu und durch - So schmerzhaft ist das Stechen eines Tattoos!

Bevor sich die meisten über das Design oder die Stelle eines Tattoos Gedanken machen, stellen sie sich erst einmal die Frage: Tut es sehr weh? Diese Frage ist schwer zu beantworten. Auch wenn Sie Leute, die bereits ein Tattoo haben fragen, wie groß die Schmerzen beim Tätowieren waren, ist es nicht sicher ob Sie eine zufriedenstellende bzw. wahrheitsgetreue Antwort bekommen. Oder glauben Sie, dass die meisten Männer es zugeben würden, dass sie furchtbare Schmerzen hatten oder es kaum auszuhalten war?

Dass es weh tut und es sich nicht gerade angenehm anfühlt, dürfte wohl jedem klar sein. Die Frage wie sehr es weh tut und was Sie gegen die Schmerzen unternehmen können, soll im folgenden näher beschrieben werden, so dass Sie eine ungefähre Vorstellung davon bekommen.

Zum Schmerz kommt oft noch die Nervosität, wenn sich der oft etwas einschüchternd aussehende Tätowierer mit einer Nadel bewaffnet über Sie beugt und die Aufgeregtheit, da Sie sich ein Mal für die Ewigkeit stechen lassen. Auch wenn es weh tut, sind sich die meisten hinterher jedoch darüber einig, dass es nicht ganz so schlimm war, wie sie es sich vorgestellt haben und dass das Endergebnis alle Unannehmlichkeiten wert war.

Jetzt aber ein paar Details zum Schmerz. Der Schmerz entsteht, da die Haut mit Hilfe einer Tattoomaschine von einer Nadel durchstochen wird. Da dies aber sehr schnell geschieht, lässt sich das nicht mit einer Injektion vergleichen. Je nachdem an welcher Körperstelle das Tattoo gestochen werden soll, kann der Schmerz stärker oder schwächer sein. Zu den empfindlichen Körperstellen gehören zum Beispiel Stellen nahe an Knochen, wie der Knöchel oder das Handgelenk. Manche empfinden auch, dass die verschiedenen Nadeltypen unterschiedlich stark weh tun. Zum Beispiel die Nadeln für die Grundrisse sind schmerzhafter als die für das Shading.

Nicht zu unterschätzen ist auch das eigene Schmerzempfinden. Manche Menschen sind empfindlicher als andere und empfinden somit das Tätowieren als schmerzhafter. Im Körper jedes Menschen werden jedoch bei Schmerzen körpereigene Endorphine freigesetzt, welche zur Schmerzlinderung beitragen.

Viele sind auf der Suche nach Methoden um die Schmerzen etwas erträglicher zu machen. Wie bei anderen mit Schmerz verbundenen Behandlungen, gibt es auch beim Tätowieren Versuche mit Hypnose und erfolgversprechende Ergebnisse. Voraussetzung ist natürlich das der zu Tätowierende an Hypnose glaubt und bereit ist sich in Trance versetzen zu lassen. Ebenso wurde versucht durch Akupunktur bereits Endorphine freizusetzen, so dass der Schmerz nicht mehr so groß ist. Aber ähnlich wie beim Tätowieren werden auch bei der Akupunktur Nadeln in die Haut gestochen und ist somit weniger verlockend. Da der Schmerz sich bei Anspannung verstärkt, gibt es zudem die Reiki Technik, bei der durch Druck bestimmte Muskeln entspannt werden.

Drogen und Alkohol sind vor dem Tätowieren streng verboten und viele Tätowierer weigern sich Kunden, welche Rauschmittel dieser Art eingenommen haben zu tätowieren. So wie Alkohol das Blut verdünnt, haben auch Schmerzmittel wie zum Beispiel Aspirin die gleiche Wirkung. Nehmen Sie auf keinen Fall blutverdünnende Mittel (oder die Blutgerinnung hemmende Mittel) ein, da es zum einen beim Tätowieren selbst zu übermäßig starken Blutungen und aufgrund der Blutgerinnung hemmenden Wirkung zu Verzögerungen im Heilungsprozess kommt. Ein mögliches Schmerzmittel wäre Paracetamol.

Nur Sie selbst können wissen, ob Sie die Schmerzen beim Tätowieren aushalten und sich ein Tattoo stechen lassen können. Wenn Sie sich nicht sicher sind, können Sie auch eine weniger schmerzempfindliche Stelle wählen. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass Sie sich erst ein sehr kleines Tattoo stechen lassen, welches Sie dann später durch andere Motive erweitern und zu einem größeren Design ausbauen können.