Transdermale

Implantate und Transdermale

Hörner oder Schmucksteine auf der Stirn? Korsage am Rücken? Kein Problem!

Eine Form der Körpermodifizierung bzw. des Körperschmucks sind Implantate. Wie auch bei Brustvergrößerungen werden Implantate aus Silikon, manchmal auch aus Teflon unter die Haut geschoben, so dass an der Stelle des Implantats die Haut eine Wölbung hat und je nach Implantat auch bestimmte Muster und Formen annimmt. Neben einfachen runden Hügeln können auch spitze, Hörner-ähnliche Implantate oder sogar Motive wie Sterne unter die Haut geschoben werden.

Normalerweise befinden sich die Implantate komplett unter der Haut, so dass außer der Erhebung der Haut nichts vom Implantat selbst sichtbar ist. Aber es gibt inzwischen auch die sogenannten transdermalen Implantate, welche wie der Name bereits verrät zwar auch unter die Haut geschoben werden, aber trotzdem durch die Haut hindurch schauen.

Anders als das Implantat besteht das Transdermal wie es auch oft genannt wird, aus einer Stahlplatte an der ein Stab mit Gewinde befestigt ist. Die Platte befindet sich nach Einsetzen des Implantates unter der Haut und das Gewinde befindet sich über der Haut. An dieses kann dann Schmuck und ähnliches befestigt werden.

Kleine und leichter zu entfernende transdermale Implantate haben den Namen Microdermal. Diese sind sehr beliebt und werden auch von vielen Piercern angeboten. Microdermals eignen sich vor allem, wenn Sie kleine Schmucksteine im Gesicht oder an den Händen möchten. Häufig gewählt werden auch Schmuckstücke, die ähnlich wie Nieten aussehen, welche auch auf Jeans und anderen Kleidungsstücken zu finden sind. Natürliche können auch mehrere Microdermals nebeneinander bzw. geschickt an verschiedenen Stellen platziert werden, so dass tolle Effekte entstehen. Transdermale Implantate können auch als i-Tüpfelchen für ein Tattoo Design eingesetzt werden.

Wie bei allen anderen Körperverzierungen kommen jedoch auch Implantate nicht ohne vorhergehende Mühen und Schmerzen. Nach der Betäubung der Stelle muss nämlich mit einem Skalpell in die Haut geschnitten und diese anschließend auch getrennt werden, so dass das Implantat oder die Platte hineingeschoben werden kann. Bei Transdermalen Implantaten wird zudem mit einem Dermal Punch (Herausstanzen der Haut zum Beispiel mit Hohlnadel) ein Loch in die Haut gemacht. Im Anschluss wird die Wunde wieder zugenäht und gegebenenfalls abgeklebt, so dass das Implantat nicht verrutscht. Microdermals sind natürlich weniger schmerzhaft, da sie extrem klein sind. Auch der Heilungsprozess verläuft bei diesen meist recht problemlos.

Anders als Piercings können transdermale und vor allem normale Implantate nicht ohne Hilfe des Erstellers (meist Piercing Profi) wieder herausgenommen werden. Dies liegt daran, dass zum einen eine spezielle Ausrüstung nötig ist und gegebenenfalls die Haut erneut aufgeschnitten werden muss.

Spätestens jetzt können Sie sich wahrscheinlich schon denken, welches Risiko bei Implantaten besteht. Genau! Wie auch bei Tattoos, Piercings und Skarifizierungen besteht eine Infektionsgefahr. Ähnlich wie bei Operationen wird die Haut aufgeschnitten und es müssen somit sterile Bedingungen vorhanden sein. Hinzu kommt, dass sich die Implantate aufgrund von Gewebeveränderungen verschieben und Gefäße oder ähnliches verletzen können. Also gilt wie bei allen Körpermodifizierungen auch hier: NIEMALS selber machen, sondern immer nur Profis ans Werk lassen!

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