Tribal Tattoos
Höchstwahrscheinlich entstand das allererste Tattoo zufällig. Alles was dazu nötig ist sind ein paar Rauflustige, die am Feuer spielen. Es dauert nicht lange bis einer ins Feuer fällt und sich an einem verkohlten Stock verletzt. Später würde es heilen und sie erkennen, dass etwas vor sich geht. Die Neuigkeiten verbreiten sich wahrscheinlich so schnell wie ein Feuer und treiben die Erfindung weiter an. In der Tat gibt es das Gerücht, dass die ersten Tattoos zu Ehren der Sonnengötter durch die Sonne oder Flamen entstanden.
Es gab drei Hauptfaktoren, welche Tribal Tätowierungen aus dem Bereich der Kunst auf eine spirituelle Ebene brachten: Schmerz, Beständigkeit und Verlust der Lebensquelle (Blut). Dieses mystische Trio verwandelt das Tattoo von schierer Kunst in die Möglichkeit Leute in eine Beziehung zu Gott, einer Gottheit oder magischen Kräften zu bringen oder sie in Trance zu versetzen oder bei ihnen Visionen hervorzurufen.
Da im Allgemeinen gedacht wurde, dass der Körper und die Seele gegenseitig identisch seien, würde dann ein Tattoo auf zwei Ebenen existieren: nämlich auf der physischen und auf der geistlichen Ebene. Viele der Stämme in Borneo glaubten, dass Tattoos zwar nicht ausreichen, um sie in die richtige geistliche Welt zu bringen, aber das Tattoos ihnen wenigstens besondere Fähigkeiten bei ihrer Ankunft verleihen würden.
Es wurde erforscht, dass die meisten (vielleicht auch alle) Naturstämme eine Art von Körperkennzeichnung benutzte, seien es Tattoos, Einkerbungen oder die einfache und zeitlich begrenzte Körperbemalung. Diese Kunst setzte sich weltweit bis zum Beginn der Zivilisation wie wir sie kennen durch, als Tattoos einen vorübergehenden Verlust an Beliebtheit erlitten.
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